GiG kündigt Verkauf seiner B2C-Sparte an Betsson an flag

James Johann | 21-02-2020

Betsson kauft GiG-PortfolioDie Vereinfachung komplexer Abläufe und Verhältnisse scheint weltweit ein anhaltender unternehmerischer Trend zu sein, und nirgends macht sich das mehr bemerkbar als in der Casino-Branche. Und aus genau diesem Grund hat die Gaming Innovation Group (GiG) beschlossen, ihre B2C-Sparte an den Mitbewerber Betsson Group zu verkaufen. Diesen Schritt begründete der Anbieter im Rahmen der Ankündigung damit, dass er sich ohne die Ablenkung durch den B2C-Geschäftsbereich zukünftig ganz darauf konzentrieren könne, worin er in einem globalen wirtschaftlichen Kontext am besten sei, womit er sich natürlich auf seine B2B-Sparte bezog (Business to Business).

Als Kaufpreis wurden 31 Millionen € genannt. Diese Summe verteilt sich auf einen Kaufbetrag von 22,3 Millionen €, der den Großteil der Kosten ausmacht, und eine im Voraus zu entrichtende Plattformgebühr in Höhe von 8,7 Millionen €. Beide Beträge sind am Tag des Vertragsvollzugs  in Form von Barmitteln zu zahlen.

Das Geld wird sinnvoll eingesetzt

Die GiG gab zu Protokoll, dass sie den durch den Kauf erzielten Erlös sinnvoll einsetzen will, indem es Anleihen zurückzahlt, die das Casino-Unternehmen zwischen 2017 und 2020 aufgenommen hat. Die Hauptmotivation hinter der Verkaufsentscheidung sei aber eine Verschlankung des operativen Geschäfts und eine Verbesserung der Gesamteffizienz gewesen, bekräftigte ein Sprecher des Unternehmens.

Das B2C-Portfolio des Glücksspielriesen besteht aus einer Reihe berühmter großer Casino-Marken. Zu diesen zählen unter anderem Kaboo, Thrills, Rizk und Guts. Um den guten Ruf der Marke GiG zu schützen, insbesondere bei der weltweiten Familie der GiG-Anhänger und -Spieler, ist Betsson laut Vertragsbedingungen  verpflichtet, die genannten Online-Casino-Marken für einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren im jetzigen Zustand weiterzuführen.

Ein Geschäft, das mehr als bloßes Geld wert ist

Während der ersten 2 Jahre nach Abschluss des Geschäfts entrichtet Betsson zusätzlich zum Gesamtkaufpreis eine Gebühr an die GiG, die als Premium-Plattformgebühr bezeichnet wird. Diese Zahlungen sind vom tatsächlichen Abschneiden der Plattform während dieses Zeitraums abhängig. Berücksichtigt man die zusätzlichen Gebühren, die Betsson an die GiG zahlen wird, liegen die tatsächlichen Kosten der Akquisition bei fast 50 Millionen €.

Der Verkauf wird voraussichtlich Mitte April dieses Jahres abgeschlossen sein, und sobald dies der Fall ist, darf sich Betsson offiziell neuer Eigentümer von GiGs gesamtem B2C-Portfolio nennen. Damit ist die GiG dann in der glücklichen Lage, nicht nur über Geld, sondern auch die nötige Zeit und Kapazitäten zu verfügen, um ihre B2B-Sparte zu einem noch größeren Erfolg zu machen, als sie derzeit schon ist.