Die Deutsche Bank warnt vor Macau flag

James Johann | 18-09-2018

Aktien aus Macau im RampenlichtAnalysten warnen, dass Macau möglicherweise auf eine Wiederholung des Abwärtszyklus von 2011/2012 zusteuern könnte. Damals erlebte die Region eine signifikante Konjunkturschwäche, die dazu führte, dass die Wachstumsrate der GGR von 20% im Vorjahr auf 6% fiel. Die Warnungen stützen sich auf die jüngsten Jahresprognosen, die von der Deutschen Bank AG veröffentlicht wurden. Die Bank hat für 2019 prognostiziert, dass die jährliche Wachstumsrate der GGR auf ein Allzeittief von 4% fallen könnte.

Dazu muss gesagt werden, dass in früheren Prognosen ein optimistischer Wert von 11% angegeben wurde, weshalb die neue Prognose umso mehr Anlass zur Sorge gibt.

Aktien purzeln auf neue Tiefstände

Die Deutsche Bank hat erklärt, dass die Abwärtskorrektur auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass es zur Zeit viel Sorge um das VIP-Glücksspielsegment gibt. Die Bank geht sogar so weit, den Verkauf der Aktien von zwei Casino-Betreibern aus Macau zu empfehlen, namentlich der Galaxy Entertainment Group und SJM Holdings.

Nach der Bekanntgabe der von der Bank vorgelegten Prognosen konnten fünf der sechs an der Börse notierten Hongkonger Casino-Unternehmen nicht viel mehr tun, als hilflos zuzusehen, wie der Wert ihrer Aktien zu fallen begann. Dieser Wertverlust wurde durch den plötzlichen raschen Verkauf der ensprechenden Aktien verursacht.

MGM China wurde hart getroffen, der Wert ihrer Aktien fiel um 7,42%. SJM Holdings und die Galaxy Entertainment Group erlebten Verluste von 6,44% bzw. 5,69%, und das Wynn Macau musste zusehen, wie der Wert seiner Aktien um 3,28% fiel.

Es gibt noch Hoffnung

Die wahre Ironie dabei ist, dass Macaus GGR im August für das Vorjahr eine signifikante Wachstumsrate von 17,1% in Höhe von fast 3,29 Milliarden Dollar verzeichnet hat. Das war die bisher höchste GGR für das laufende Jahr und die zweithöchste in einem 36-monatigen Zyklus.

Laut der japanischen Brokerfirma Nomura hat sich der größte Teil des rasanten Rückgangs im Rahmen der letzten Woche ereignet. Die Analysten sagten, dass der Rückgang zwar aufgrund der aktuellen Unsicherheit infolge der Handelskonflikte zu erwarten gewesen war, sie glauben aber auch, dass die negativen Prognosen etwas übertrieben waren.

Quellen:

https://calvinayre.com