Zeal-CEO lehnt das Lottoland-Angebot ab flag

James Johann | 16-01-2019

Zeal lehnt das Lottoland-Angebot ab Zeal Network hat ein von vielen als lukrativ eingeschätztes Angebot für den deutschen Teil seines Geschäftes abgelehnt. Berichten zufolge hat Lottoland ein Übernahmeangebot in Höhe von 76 Millionen Euro unterbreitet, das vom Zeal-CEO Helmut Becker als gerissene Strategie bezeichnet wurde, um die Pläne des Unternehmens zur Übernahme von Lotto24 zunichte zu machen.

Becker bezeichnete das Angebot als Trickserei und erklärte zudem, dass Lottoland die Vermögenslage von Tipp24.com deutlich unterbewertet habe. Neben dem deutschen wollte Lottoland auch den britischen Geschäftsbereich von Zeal, nämlich Tipp24 Services Limited, erwerben.

Becker ging sogar noch einen Schritt weiter und behauptete, das unverbindliche Übernahmeangebot sei lediglich darauf ausgerichtet, wertvolle Zeal-Vermögenswerte zu einem günstigen Preis zu erhalten.

Kernwert beibehalten

An Beckers Argument ist durchaus etwas dran. Der Verkauf des Kerngeschäfts von Zeal würde die verbleibenden Vermögenswerte erheblich verringern. Der CEO erklärte außerdem, dass im Falle des geplanten Verkaufs erhebliche steuerliche Auswirkungen auf das Unternehmen in Deutschland sowie anfallende Kosten für die Umstrukturierung des verbleibenden Geschäfts und der Vermögenswerte zukommen würden.

Zeal hat erstmals im Dezember letzten Jahres seine Pläne zum Kauf von Lotto24 bekannt gegeben. Laut einer Mitteilung der Unternehmensleitung an die Aktionäre ist bei Lotto24 eine Umwandlung in ein Vermittlungsgeschäft mit einem kombinierten und erweiterten Geschäftsspektrum vorgesehen. Nach den Finanzprognosen wird der neue Geschäftsbereich zu einem Kundenstamm von über 5 Millionen und einem Transaktionsvolumen von 500 Millionen Euro führen.

Lottoland behauptet jedoch, dass Zeal Network nur die Interessen einiger, aber nicht aller Aktionäre im Sinn hat, da die Übernahme der ehemaligen Tochtergesellschaft in einigen Bereichen tatsächlich zu erheblichen Einschnitten bei den Abrechnungsmöglichkeiten führen wird. Lottoland hat auch seine Scharade fortgesetzt und gedroht, ein Gegenangebot für die Akquisition von Lotto24 abzugeben.

Riskante Zeiten

Becker bestätigte jedoch, dass das Treffen zum Abschluss der Übernahme wie geplant stattfinden werde. Der CEO scheint nicht allzu besorgt zu sein über die Statements seiner Konkurrenten.

Der Unternehmenskrieg zwischen den beiden Unternehmen tobt vor dem Hintergrund der regulatorischen Unsicherheiten in Deutschland, die möglicherweise zu einem Verbot aller Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Lotto-Spiele führen könnte.

Quellen:

http://www.igamingbusiness.com/